Die Kolpingsfamilie Siegen

 

Die von Adolf Kolping in der Mitte des vorigen Jahrhunderts ausgehende Begeisterung kannte im großen rheinisch westfälischen Raum keine Grenzen. Viele Gesellen hatten sie aufgenommen und nannten sich mit Stolz Kolpings Söhne und ihn ihren Gesellenvater. Noch zu Kolpings Lebzeiten gründete an einem Sonntag des Jahres 1863 der damalige Pfarrer an St. Marien Adam Krengel mit etwa 20 Gesellen den Katholischen Gesellenverein Siegen, der sich später Kolpingsfamilie nannte. An den Versammlungsabenden traf man sich zu Vorträgen, zu gemütlicher Unterhaltung und zum Gesang.  In den folgenden Jahrzehnten blühte das Vereinsleben weiter auf, erhielt aber durch den politischen Druck im Jahre 1935 einen schweren Rückschlag, als alle katholischen Verbände verboten wurden. Dennoch hielten die meisten Mitglieder dem Verein unter großen Opfern die Treue, so daß nach 1945 die Arbeit der Kolpingsfamilie wieder an die Öffentlichkeit treten konnte. Sie erreichte ihren Höhepunkt im Jahre 1963, als die Kolpingsfamilie Siegen auf eine hundertjährige Vereinsgeschichte zurückblicken konnte. Auch nach diesem Jubiläum ist die Aktivität der Kolpingsfamilie nicht zurückgegangen. Sie wird von Mitgliedern aus allen Siegener Pfarreien getragen. Der Schwerpunkt liegt auch heute noch in der Bildungsarbeit, damit im Sinne Kolpings jeder ein "mündiger Christ und ein aufrichtiger Staatsbürger" sein kann.

   Sankt Peter und Paul    Sankt Michael Siegen